SEEDS TO SOUNDS

sind vom CitySoundscapes Art/Science Team und dem BUND, Naturschutz Kreisgruppe München entwickelte regionale Samenmischungen, die für singende, tönende, klingende Tierarten wertvoll sind.

Das Design und die Gestaltung der CDs übernahm Doris Weber.


Zwitschernde Singvögel, ultraschall-tönende Fledermäuse und zirpende Grillen sind Teil des Orchesters der Symphonie der Stadt. Die als CDs gestalteten Samentütchen schaffen für diese Tierarten Lebensraum sowie (mittelbares und unmittelbares) Nahrungsangebot. Durch das Ansäen trägst du zum Konzert in deiner Nachbarschaft bei. Im Rahmen von Interventionen auf kulturellen Veranstaltungen in München werden sie zum Tausch gegen Träume und Utopien der Stadtklänge von morgen angeboten.

Hier siehst du, wann das nächste Seeds to Sounds Event stattfindet.

sticke-LITT * litt * te-LITT * tschree *

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Diese Wildblumenmischung bietet Nahrung für Distelfinken und andere samenliebende Körnerfresser.

Mit: Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium), Nickende Kratzdistel (Carduus nutans), Kornblume (Centaurea cyanus), Gemeine Flockenblume (Centaurea jacea), Wegwarte (Cichorium intybus), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Gewöhnlicher Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

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zick, zick * plip-plop * zipp, zizizizzpzpzpzpz * zipp zipp, djüüüt * __-----__ * [hidden track] *

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Diese Samenmischung aus nachtblühenden Blumen lockt Beutetiere (Insekten) für Fledermäuse an.

Mit: Wilde Möhre (Daucus carota), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare), Steifer Schöterich (Erysimum hieraciifolium), Gemeine Nachtviole (Hesperis matronalis), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Wiesen-Margerite (Leucanthemum ircutianum), Gemeines Leinkraut (Linaria vulgaris), Moschus-Malve (Malva moschata), Wilder Majoran (Origanum vulgare), Färber-Resede (Reseda luteola), Seifenkraut (Saponaria officinalis), Rote Lichtnelke (Silene dioica), Weiße Lichtnelke (Silene latifolia), Acker-Lichtnelke (Silene noctiflora), Nickendes Leimkraut (Silene nutans), Gemeines Leimkraut (Silene vulgaris), Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)

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Diese Samenmischung aus hochwachsenden Gräsern und Kräutern bietet einen Lebensraum für Heuschrecken.

Mit: Wiesen-Glockenblume (Campanulapatula), Schmalblättrige Flockenblume (Centaureajacea), Skabiosen-Flockenblume Centaureascabiosa), Rispige Flockenblume (Centaureastoebe), Wilde Möhre (Daucuscarota), Kartäuser-Nelke (Dianthuscarthusianorum), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare), Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Hornschotenklee (Lotus corniculatus), Esparsette (Onobrychis viciifolia), Wilder Majoran (Origanum vulgare), Gelber Wau (Reseda lutea), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis)), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorbaminor, Seifenkraut (Saponaria officinalis), Bunte Kronwicke (Securigera varia), Akelei-Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium), Zaunwicke Vicia sepium var sepium), Gewöhnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), Glatthafer (Arrhenatherum elatius), Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Blaugrüne Segge (Carex flacca), Kammgras (Cynosurus cristatus), Steppen-Lieschgras (Phleum phleoides), Schmalblättriges Rispengras (Poa angustifolia), Hain-Rispengras (Poa nemoralis)

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So wachsen die Samen zu Klanglandschaften:

  • Die Samenmischungen keimen am besten, wenn du sie im Frühjahr oder im Herbst aussäst.

    Es handelt sich um Lichtkeimer, daher das Saatgut nur andrücken und angießen (nicht mit Erde bedecken).

  • Die Samen sollten zur Keimung und Aufwuchs feucht gehalten werden. Am besten gießt du sie je nach Wetter alle 1-4 Tage. Die gewachsenen Wildpflanzen mögen es eher nährstoffarm und trocken. Eine Düngung ist normalerweise nicht notwendig.

  • Die 2 g der Seeds to Sounds Mischung reichen für etwa 1 m² Erde.
    Du kannst die Samen direkt im Garten oder in einem Gefäß auf dem Balkon oder der Fensterbank aussäen. Vom Blumentopf bis zum alten Lederschuh sind viele Behälter möglich.

    Wichtig ist nur:

    • Für mehrjährige Pflanzen sollte das Gefäß frostfest sein (z. B. Ton, Stein, Metall).

    • Es braucht ein Loch im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

    • Die Größe des Gefäßes sollte genug Raum für Wurzeln bieten.

    • Gute Erde macht den Unterschied: Verwende torffreie Erde, um Natur und Klima zu schützen.

    • In größeren Töpfen hilft eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben gegen Staunässe.

    Für Anleitungen siehe “Weiterführende Links”.

  • Disclaimer: Neben dem Pflanzenangebot sind viele weitere Faktoren für Wildtiere in der Stadt entscheidend.

    Verzichte auf Spritzmittel bei deinen Pflanzen. Insekten nehmen diese Stoffe auf, welche dann über die Nahrungskette zu den Vögeln gegangen.

    Für eine entspanntere Umgebung auf deinem Balkon gilt: Keine Windspiele oder Windräder, sie schrecken viele Vögel ab. Wenn möglich, halte Katzen fern.

    Damit Insekten durchgehend Nahrungsangebot und Unterschlupft finden, mähe abschnittsweise nur ein- bis zweimal im Jahr.

  • "Wer heimische lnsekten wie Wildbienen, Schmetterlinge oder Wespen schützen und fördern mochte, kann schon mit geringem Aufwand viel bewirken. Dafür ist nicht mal ein großer Garten nötig. Auch auf dem eigenen Balkon in der Stadt kann man für mehr Biodiversität sorgen, indem man gezielt Wildblumen pflanzt und Nisthilfen selber baut. Je mehr Insekten auf dem BaIkon Nahrung und Unterschlupf finden, desto eher werden auch Vögel den Balkon besuchen."

  • "Soundscapes dokumentieren Begegnungen zwischen Spezies und die Ausdrucksvielfalt mehr-als-menschlicher Lebewesen."

  • „Wenn man sich mehr Natur auf den Balkon holt, kann man sie viel näher erleben. Dadurch werden früher oder später auch mehr Details beim Spazierengehen auffallen. […] Neu geschaffene Nist- und Nahrungsangebote auf dem Balkon können naturnahe Lebensräume nicht ersetzen. Doch: indem man sich die Natur auf den Balkon und somit in den Alltag holt, kann man sie besser kennen, verstehen und schützen lernen.“

  • "Hinter jeder Vogelart verbirgt sich ein Netzwerk an biologischen Beziehungen."

Welche Klänge würdest du gerne pflanzen? Erzähl uns von deiner Klang-Utopie für München!


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